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Häufige Fehler von Tiefbrunnenpumpen

2026-06-23 14:15

Bei Tauchpumpen für Tiefbrunnen treten üblicherweise sechs Haupttypen von häufigen Störungen vor Ort auf: Motorausfall, unzureichende Wasserförderung, keine Wasserzufuhr, Auslösung, ungewöhnliche Geräusche und übermäßige Vibrationen, Wasser- und Stromverlust sowie Überhitzung und Motordurchbrennen.

I. Vollständiger Ausfall der Wasserversorgung (häufigste Fehlerursache)

Drehrichtung umkehren (nach Neuinstallation oder Neuverkabelung)

Die Phasenfolge des Dreiphasenstroms ist falsch angeschlossen, wodurch sich das Laufrad rückwärts dreht und kein Wasser austritt.

Lösung: Durch Vertauschen zweier beliebiger Stromkabel wird eine Vorwärtsdrehung erreicht.

Zu niedriger Wasserstand, wobei die Pumpe über die Wasseroberfläche hinausragt

Der dynamische Wasserstand sinkt unter den Pumpeneinlass, was zu Trockenlauf führt.

Lösung: Warten Sie, bis der Wasserstand steigt, oder senken Sie die Pumpe ab. Trockenlauf ist strengstens verboten.

Vollständige Verstopfung des Filtersiebs/Wassereinlasses

Sedimente, Wasserpflanzen und Plastiktüten verstopfen das untere Sieb.

Lösung: Heben Sie die Pumpe an, um Ablagerungen zu entfernen. Eine Brunnenreinigung ist erforderlich, wenn der Brunnen übermäßig viel Schlamm enthält.

Festgefressenes Laufrad oder verrostete Lager

Längere Stillstandszeiten oder ein hoher Sandgehalt im Brunnenwasser führen dazu, dass sich das Laufrad durch Ablagerungen zusetzt.

Lösung: Stromzufuhr unterbrechen und die Welle von Hand drehen. Lässt sie sich nicht drehen, muss die Maschine demontiert werden, um das Laufrad zu reinigen und die Lager zu ersetzen.

Rohrbruch im Steigrohr, Wasserleckage am Flansch oder Ablösung einer Rohrverbindung

Das Wasser fließt auf halbem Weg zurück, sodass am Brunnenkopf kein Wasser mehr vorhanden ist.

Lösung: Überprüfen Sie das Steigrohr abschnittsweise, ziehen Sie die Verbindungen nach oder ersetzen Sie beschädigte Rohrleitungen.

Beschädigtes Bodenventil (Rückschlagventil) klemmt offen

Nach dem Abschalten fließt Wasser zurück, was beim Wiederanfahren zu einem Ausfall der Wasserpumpe führt.

Lösung: Ersetzen Sie das Rückschlagventil am unteren Ende des Brunnenrohrs.

II. Geringe Wasserleistung, schwacher Druck und unzureichende Durchflussrate

Teilweise Verstopfung des Einlasssiebs führt zu unzureichendem Zufluss

Eine Teilblockade führt dazu, dass der Zufluss mit dem Abfluss nicht mehr Schritt halten kann.

Abgenutztes Laufrad mit zu großem Spiel (ein häufiges Problem bei sandigem Brunnenwasser)

Das langfristige Pumpen von Sand führt zu Verschleiß am Laufrad-Verschleißring, was internen Rückfluss und Druckverlust verursacht.

Lösung: Laufrad und Verschleißring austauschen.

Luftleckagen in Rohrleitungen oder beschädigte Flanschdichtungen

Lufteintritt führt zu Kavitation und verringertem Wasserdurchfluss.

Niedrige Versorgungsspannung

Der Betrieb mit Niederspannung reduziert die Drehzahl und senkt dadurch sowohl die Fördermenge als auch die Förderhöhe während der Spitzenlastzeiten spürbar.

III. Stromausfall beim Start mit aktiviertem Schutzschalter

Erdschlussauslösung (Fehlerstromschutzschalter löst aus)

Beschädigte und durch Wasser durchdrungene Stromkabel oder eine mangelhafte Motorabdichtung führen zu gedämpften Wicklungen und Isolationsdurchschlägen.

Prüfung: Isolationswiderstand mit einem Megohmmeter messen. Kabel austauschen und die mechanische Dichtung des Motors nacharbeiten, falls die Isolation zu gering ist.

Überlast-/Überstromauslösung (Luftschalter/Thermoschutz löst aus)

① Festsitzendes Laufrad oder blockierte Lager, die zu einer Überlastung führen; ② Phasenausfall oder dreiphasige Spannungsunsymmetrie; ③ Plötzlicher Stromstoß aufgrund von Unterspannung.

Interner Kurzschluss

Durchgebrannte Motorwicklungen verursachen einen Kurzschluss zwischen den Phasen, was beim Einschalten zu einer sofortigen Abschaltung führt, begleitet von einem Brandgeruch.

IV. Abnormale Betriebsgeräusche, starke Vibrationen und Schütteln

Übermäßiges Lagerspiel aufgrund von Lagerverschleiß

Während des Betriebs entsteht ein summendes, metallisches Reibungsgeräusch, das schließlich zu einer Reibung zwischen Rotor und Stator führt.

Exzentrisches Laufrad reibt am Pumpengehäuse

Harter Kies verformt das Laufrad und erzeugt Reibung zwischen rotierenden und stationären Bauteilen.

Vertikal falsch installierte oder verbogene Steigleitungen

Resonanz und Vibrationen treten entlang des gesamten Bohrlochrohrs auf, wobei am Bohrlochkopf deutliche Erschütterungen zu erkennen sind.

Mangelhafte Pumpenbefestigung, hängende Unterflurinstallation und fehlende Zentralisatoren

Lange Tiefbrunnenleitungen schwingen heftig; Gummizentralisatoren installieren.

Kavitationsgeräusche (gluckernde Blubbergeräusche)

Durch den niedrigen Wasserstand wird Luft angesaugt; senken Sie die Pumpenposition rechtzeitig ab.

V. Überhitzter Motor mit Verbrennungsfläche

Länger anhaltende Phasenausfälle oder Niederspannungsbetrieb führen aufgrund von Überlaststrom zu einem Temperaturanstieg.

Eine unzureichende Eintauchtiefe des Motors führt zu mangelhafter Wärmeableitung. Tauchpumpen müssen vollständig in Wasser eingetaucht werden.

Überlastung der Pumpe, bei der der tatsächliche Durchfluss den Nenndurchfluss deutlich übersteigt.

Lagerschäden erzeugen Reibungswärme, wobei die Temperatur ansteigt und gleichzeitig ungewöhnliche Geräusche auftreten.

VI. Wassereintritt, Sand- und Öleintritt

Alterung und Beschädigung der Gleitringdichtung

Wasser dringt in den Motorölraum ein und emulgiert das Schmieröl, wodurch die Wicklungen leicht durchbrennen können. Ein hoher Sandanteil im Brunnenwasser beschleunigt den Dichtungsverschleiß; ein regelmäßiger Dichtungswechsel wird empfohlen.

Durch eine mangelhafte Abdichtung am Kabelausgang kann Wasser entlang des Kabels in den Motor eindringen.

Eine zu hohe Sandkonzentration im Brunnenwasser führt bei längerem Pumpbetrieb schnell zu Schäden an der Gleitringdichtung, dem Laufrad und den Lagern.

Lösung: Vorfilteranlagen installieren und regelmäßige Brunnenreinigungen durchführen.

VII. Sonstige kleinere Mängel

Schwieriger Start und langsame Rotation nach dem Einschalten: Niedrige Spannung, defekter Kondensator (bei einphasigen Tiefbrunnenpumpen), verrostete Lager oder Phasenausfall.

Normale Wasserförderung bei instabilem, schwankendem Druck: Dramatische Wasserstandsschwankungen, Lufteintritt, eingeschlossene Luft in den Rohrleitungen oder ein klemmendes Rückschlagventil.

Häufiges automatisches Abschalten: Aktivierung des eingebauten Thermoschutzes (Überhitzung), fehlerhafter Flüssigkeitsstandregler oder Stromausfall aufgrund loser Kabelverbindungen.

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