Unterschied zwischen selbstansaugenden Pumpen und Kreiselpumpen
2026-08-22 14:00In Bezug auf die Klassifizierung ist die selbstansaugende Pumpe eine spezielle Art von Kreiselpumpe, ihre Funktionsweise unterscheidet sich jedoch stark von der herkömmlicher Kreiselpumpen.
Eine Standard-Kreiselpumpe fördert Wasser durch die Zentrifugalkraft, die durch die Rotation des Laufrads erzeugt wird. Dabei gilt eine wichtige Voraussetzung: Pumpengehäuse und Saugleitung müssen vor dem Anfahren vollständig mit Wasser gefüllt und luftfrei sein. Gelangt Luft in die Saugleitung, kann die Pumpe kein Wasser ansaugen. Nach dem Abschalten fließt das Wasser in der Saugleitung tendenziell zurück in die Wasserquelle, was beim nächsten Anfahren ein erneutes Befüllen der Pumpe erforderlich macht. Daher werden herkömmliche Kreiselpumpen vorzugsweise unterhalb des Wasserspiegels installiert. Befindet sich die Pumpe oberhalb der Wasserquelle, muss zusätzlich ein Fußventil installiert werden, um das Wasser zurückzuhalten und einen Rückfluss zu verhindern. Standard-Kreiselpumpen zeichnen sich durch einen hohen Gesamtwirkungsgrad aus und liefern bei gleicher Motorleistung eine höhere Fördermenge und Förderhöhe. Sie sind einfach aufgebaut, wartungsarm und kostengünstig. Ihr Nachteil liegt in den hohen Anforderungen an die Dichtheit der Rohrleitung; selbst geringfügige Luftleckagen können die Wasseransaugung unterbrechen. Häufiges An- und Abschalten kann zudem zu Problemen beim Ansaugen führen. Sie eignen sich für Anwendungen mit einem stabilen Wasserstand, bequemem Zugang zum Ansaugsystem und langer Dauerbetriebsdauer, wie z. B. Wasserzirkulation, stationäre Wasserversorgung aus Tanks und Druckbeaufschlagung von Rohrleitungen.
Selbstansaugende Pumpen zeichnen sich durch eine modifizierte Konstruktion mit integriertem Wasserspeicher, Rezirkulations- und Rücklaufsperren aus. Sie müssen nur beim ersten Gebrauch mit Wasser befüllt werden. Nach dem normalen Abschalten verbleibt ein gewisses Wasservolumen im Pumpengehäuse, wodurch ein wiederholtes Ansaugen bei jedem Start entfällt. Im Betrieb vermischt sich das Restwasser im Pumpengehäuse mit der Luft aus dem Saugrohr. Dadurch wird die Luft allmählich aus der Leitung verdrängt und ein Unterdruck für die Wasseransaugung erzeugt. Geringe Mengen an mitgerissener Luft sind unproblematisch, und leichte Leckagen in der Leitung führen nicht sofort zu einer Unterbrechung des Pumpvorgangs. Ihr größter Vorteil liegt in der flexiblen Installation oberhalb der Wasseroberfläche. Dies ist besonders vorteilhaft für Brunnenwasser, Sumpfwasserentnahme, häufige Ein-/Ausschaltzyklen und Standorte, an denen wiederholtes Ansaugen unpraktisch ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Kreiselpumpen gleicher Leistung bieten selbstansaugende Pumpen eine etwas geringere Förderhöhe und Fördermenge bei geringfügig reduziertem Wirkungsgrad und einem höheren Preis. Der enge, interne, selbstansaugende Rezirkulationskanal neigt zum Verstopfen durch Sand oder im Wasser enthaltene Feststoffe und erfordert daher besondere Aufmerksamkeit bei der routinemäßigen Wartung. Auch die Saughöhe ist begrenzt; Standardmodelle erreichen in der Regel eine maximale Saughöhe von 4–8 Metern, darüber hinaus kann kein Wasser gefördert werden.
Kurz gesagt, sind herkömmliche Kreiselpumpen vorzuziehen, wenn die Installation dies zulässt und der Wasserstand stabil bleibt. Selbstansaugende Pumpen sind empfehlenswert, wenn die Pumpe oberhalb der Wasseroberfläche montiert werden muss und ein regelmäßiges Ansaugen nicht praktikabel ist.