
Vorsichtsmaßnahmen bei Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen in der Pharmaindustrie
2025-08-29 14:03Vorsichtsmaßnahmen (Auswahl, Verwendung und Wartung)
Angesichts der GMP-Anforderungen (Good Manufacturing Practice) der Pharmaindustrie und der spezifischen Natur der Prozessmedien müssen beim Einsatz von Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen folgende Punkte beachtet werden:
1) Materialauswahl (entscheidend)
Edelstahl ist Pflicht: Standardpumpen aus Gusseisen neigen zu Korrosion und Rost, was zu einer Produktverunreinigung durch Metallionen führen kann. Sie sind grundsätzlich nicht für den Einsatz in Prozessen mit direktem Kontakt mit dem Prozessmedium zugelassen. Edelstahl 316 oder 316L ist aufgrund seiner hervorragenden Korrosionsbeständigkeit und einfachen Reinigung die Standardwahl und gewährleistet die Einhaltung der GMP-Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene.
2) Management und Rückführung von Arbeitsflüssigkeiten (Wasser)
Geschlossenes Kreislaufsystem: Pharmazeutische Anlagen verwenden in der Regel kein Durchlaufsystem für das Arbeitsmedium. Stattdessen wird ein geschlossenes Kreislaufsystem (oft auch Flüssigkeitsringpumpensystem oder Vakuumsystem genannt) eingesetzt. Dieses System umfasst einen Gas-Wasser-Abscheider, einen Wärmetauscher und einen Umwälztank.
Kühlung: Die bei der Kompression entstehende Wärme erhöht die Temperatur des Arbeitsmediums und führt zu einem Abfall des Vakuums. Um eine stabile Vakuumleistung aufrechtzuerhalten, muss das Arbeitsmedium kontinuierlich über einen Plattenwärmetauscher oder Kühlturm gekühlt werden.
Kontaminationskontrolle: Beim Pumpen von Lösungsmitteln vermischen sich diese mit der Arbeitsflüssigkeit. Die Arbeitsflüssigkeit muss behandelt oder regelmäßig ausgetauscht werden, um eine Lösungsmittelsättigung zu verhindern, die die Pumpeneffizienz verringert und Sicherheitsrisiken birgt. Für wertvolle Lösungsmittel kann eine Kondensatrückgewinnungseinheit in das System integriert werden.
3) Verhinderung von Kontamination und Kreuzkontamination
Abgasbehandlung: Das aus der Pumpe austretende Gas kann Medikamentenstaub oder Lösungsmitteldämpfe enthalten. Um zu verhindern, dass Schadstoffe in die Atmosphäre oder in die Werkstatt gelangen, und um wertvolle Produkte zurückzugewinnen, müssen Abgasbehandlungsgeräte (z. B. Kühlfallen, Absorptionstürme, Berstscheiben) installiert werden.
Reinigung und Sterilisation (CIP/SIP): Pumpen oder Systeme für sterile Produkte sollten so konstruiert sein, dass sie die Reinigung vor Ort (CIP) und gegebenenfalls die Sterilisation vor Ort (SIP) ermöglichen. Das bedeutet, dass die inneren Rohre und Behälter glatt und ohne Toträume sein und dem Spülen mit heißem Dampf oder chemischen Desinfektionsmitteln standhalten sollten.
4)Versiegelung
Stellen Sie sicher, dass alle Rohrleitungen und die Pumpe selbst gut abgedichtet sind, um das Eindringen von Außenluft und die Störung des Vakuums zu verhindern und um ein Austreten von Medien im Inneren zu verhindern, das zu Verunreinigungen oder Sicherheitsvorfällen führen kann.
5)Routinewartung
Regelmäßige Inspektion: Überprüfen Sie die Gleitringdichtung auf Verschleiß, um Leckagen zu vermeiden.
Wasserqualität überwachen: Überwachen Sie regelmäßig den pH-Wert, die Leitfähigkeit und die Sauberkeit der zirkulierenden Arbeitsflüssigkeit und ersetzen oder behandeln Sie diese umgehend.
Verhindern von Ablagerungen: Wenn hartes Wasser als Arbeitsmedium verwendet wird, müssen Weichmacher oder Anti-Ablagerungsmittel hinzugefügt werden, um Ablagerungen im Wärmetauscher und in der Pumpe zu verhindern, die die Effizienz beeinträchtigen.